Über Diversity, Prothesen und Rosa Tütüs – der erste Heidelberger Neckarwiesencup

Die glücklichen Gewinner: Anna Mattes, Sarah Kempf, Lennart Lokstein und Tobias Kube

Am vergangenen Samstag strömten bei sonnigen Wetter Clubs aus ganz Debattierdeutschland nach Heidelberg, genauer: In das Hauptgebäude des Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in exponierter Neckarlage. Der Club und die Cheforganisatorinnen Franziska Städter und Alina Stiller durften sich über das Engagement der Teilnehmer freuen: Das Team der Berlin Debating Union machte sich schon am Freitag um vier Uhr morgens auf den Weg, das Magdeburger Team war nicht nur dem Namen nach „Da trotz langer Anreise“.

Das Turnier wurde von den Chefjuroren Willy Witthaut und Alt-DCHler Sven Hirschfeld, sowie „Tabmistress“ Nine Horn kuratiert. Die Themen der Vorrunden lauteten:

  1. Sollte statt der Frauen- eine Diversity-Quote eingeführt werden?
  2. (Inklusive Factsheet) Sollten Prothesen und Implantate Menschen mit körperlichen Defiziten vorbehalten sein?
  3. Sollen Unternehmen sich in ihren Jahresabschlussberichten für die Arbeitsbedingungen ihrer Zulieferer rechtfertigen müssen?

In diesen drei Vorrunden setzte sich das Team der Streitkultur Berlin , diesmal unter Beteiligung von „Special Guest Star“ Tobias Kube, an die Spitze des Tabs. Den zweiten Platz teilten sich das Mainzer Team „Anton“ und das Team „Hermes“ der Streitkultur Tübingen, das per Losentscheid in das Finale einzog.

Das Finale zum Thema „Sollte der Europäische Gerichtshof auf Antrag des Europäischen Parlaments nationale Gesetze, die europäischen Werten entgegenstehen, für nichtig erklären können?“ schlug einen Bogen von den Grundwerten der EU über die Macht einzelner Nationalstaaten im europäischen Gefüge bis hin zu tanzenden Menschen im rosa Tütü und war hochspannend und durchaus amüsant! Schlussendlich entschied die Streitkultur Berlin aus der Opposition das Finale für sich.

Zum Besten Redner nach den Einzelrednerpunkten wurde Lennart Lokstein gekürt, der mit seiner Schlussrede für Regierung nicht nur die Finaljury für sich gewinnen konnte, sondern auch die Debattiergemeinde.

Den Abschluss des Abends bildete eine WG-Party im Heidelberger Nobelstadtteil Neuenheim, die nach einstimmiger Auffassung den Tag zu einem wunderbaren Ende brachte.

Der Debating Club Heidelberg dankt Nine, Willy und Sven sowie allen Helfern während der Vorbereitung und der Durchführung des Turniers. Ein ganz besonderer Dank gilt Jutta Reh, die die Nutzung der Räumlichkeiten ermöglichte und den Ausrichtern im Vorfeld und während des Turniers stets mit offenem Ohr zur Verfügung stand.

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