Was bieten wir?

Was bieten wir?

Freies Reden und Argumentieren sind Schlüsselqualifikationen, welche jederzeit gefordert werden. Nur werden sie selten gelehrt. Wer Spaß an der freien Rede hat, der kann beim Debating Club Heidelberg e.V. diese Fähigkeiten trainieren.
Was ist das Debattieren?

Was ist das Debattieren?

Das Debattieren ist die Diskussion nach festen Regeln, ähnlich einer Parlamentsdebatte. Bewertet wird vorrangig schlüssige Argumentation und rhetorische Stärke.
Wer sind wir?

Wer sind wir?

Der Debating Club Heidelberg e.V. engagiert sich um den demokratischen Meinungsaustausch zu fördern: Durch wöchentliche DebattenTurniereWorkshops und Show-Debatten für Schüler und Studenten.

Vom Meth-Cup in Bonn!

Am 12. und 13. Juli 2014 fand in Bonn zum ersten Mal der Methusalem-Cup statt. Das Turnier richtet sich hauptsächlich an Alumni der Debattierszene, nachdem Wünsche geäußert wurden, mehr Angebote in dieser Richtung bereitzustellen.

Nach drei Vorrunden konnte sich im Finale mit dem Thema „Sollte es Journalisten verboten sein, als aktive Teilnehmer (Rede- oder Schriftbeitrag) an politischen und wirtschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen?“ Jan Papsch, Marcel Giersdorf und Lukas Haffert als Team „Vizemeister 2008“ als Opposition gegen „Superheroes come to feast“ in der Regierung, bestehend aus Daniil Pakhomenko, Andrea Gau und Florian Umscheid durchsetzen.

Freie Redner waren neben Karsten Stölzgen auch unsere Clubmitglieder Sven Hirschfeld und Tom-Michael Hesse - Gratulation!

Der Heidelberger Debating Club war außerdem mit den Jurorinnen Franziska Städter und Anne Gaa vertreten.

Chejuroren waren Willy Witthaut und Sarah Kempf, die zusammen mit Franziska Städter, Malte Westphal, Lennart Lokstein und Philipp Schmidtke das Finale jurierten.

Dank an die Ausrichtung geht an Lennart Lokstein, Vorsitzender der Streitkultur Tübingen, und Betty Braun, Vorsitzende des Debattierclubs der Universität Bonn, als Organisatoren.

Der Höhepunkt der Saison: Die Deutsche Meisterschaft in Berlin

Vom 6. bis zum 9. Juni fanden in Berlin die diesjährigen Deutschen Meisterschaften statt. Diese wurde von Andrea Gau, Dessislava Kirova und Michael Saliba chefjuriert. Der DCH war mit einer großen Delegation vertreten, bestehend aus:

- Heidelberg Schwarzer Peter (Franziska Städter, Alexander Hiller)
- Heidelberg Destille (Sebastian Bock, Philipp Bender)
- als Juroren: Jenny Holm, Nine Horn, Till Kröger, Daniel Sommer

Nine und Franzi reisten bereits früher an, um an dem Seminar zur Vorbereitung für die DDM teilzunehmen. Am Freitag nach dem offiziellen Check-in ging es sofort mit der 1. Vorrunde los, danach wurde in einem Biergarten in der Nähe der Schule gegrillt und ein Pub Quiz veranstaltet. Dabei wurden die kuriosesten Fragen gestellt mit noch unglaublicheren Antworten - wer weiß schon, wie viele Sorten Käse das KaDeWe verkauft ;-)?

Vorrunden 2 bis 5 fanden am Samstag statt, wobei es fast an ein Wunder grenzte, dass wir immer die Räume fanden: Höhepunkt war der Raum 202, der den Namen „Raum 201“ trug!
Nach einem langem und hartem Tag gingen unsere Teams doch recht zufrieden zurück in das Hostel und bereiteten sich auf die „20er Jahre Party“ vor - mit Kopfbändern, Smoking, Federboas und jeder Menge Gel in den Haaren wurde dem Motto alle Ehre gemacht! Allerdings sah es aufgrund der verschieden farbigen Federboas eher so aus, als hätten die Heidelberger ein Hühnchen um Kopf und Kragen gebracht…
Auf der Party selber wurde dann entweder Elektro-Swing getanzt oder im Außenbereich Schwarz-Weiß Stummfilme mit Charlie Chaplin geschaut - man munkelt, der eine oder die andere Heidelberger(in) kam so früh nach Hause, dass es nur noch 2 Stunden Schlaf gab… Trotzdem ging es am nächsten Tag frisch in die 2 letzten Vorrunden!

Gegen Mittag wurde es dann mit der Breakverkündung richtig spannend - nach langem Bangen erreichten Franzi und Alex (Heidelberg Schwarzer Peter) zwar 14 Teampunkte (also genauso viele wie die letzten Teams, die ins Viertelfinale kamen), verpassten den Teambreak tragischerweise jedoch um 10 Rednerpunkte und landeten damit auf Platz 18 von 88. Jenny breakte aber als Jurorin in das Viertelfinale!

Viele alte Gesichter traf man auf dem Gala Abend, wie die Soudrys, Clubgründer des DCH. Die Tanzfläche zog allerdings aufgrund der großen Hitze nicht viele Leute an: Die tummelten die größtenteils draußen.
Auch dieser Abend endete lange nach Mitternacht!

Am Montag ging es Schlag auf Schlag: Zuerst in das schöne Rote Rathaus für das Halbfinale und das Deutsch als Fremdsprache - Finale (DAF). Hinterher hatten wir die Möglichkeit an Ausflügen in Berlin teilzunehmen, z.B. in das Ai Weiwei Museum - und schon begann das Finale!

Schlussendlich gewann das wichtigste Turnier der Saison ein Team aus Berlin: Christina Dexel und Philip Schröder! Das Team der BDU setzte sich als Schließende Regierung gegen die Eröffnende Regierung aus Mainz (Willy Witthaut, Christian Strunck), die Eröffnende Opposition aus Münster (Adrian Gombert, Melanie Röpke) und die Schließende Regierung aus Lund (Peer Klüßendorf, Katharina Allinger) zum Thema „Dieses Haus glaubt, dass die Political Correctness der heutigen Gesellschaft mehr schadet als nutzt“.
Insgesamt können wir auf ein erfolgreiches und hervorragend organisiertes Turnier zurückblicken, bei dem nichts fehlte - auch die Themen waren durchweg spannend und gut zu debattieren. Hier der Überblick über die Themen:

VR1: Dieses Haus würde das Gesinnungsstrafrecht abschaffen.
VR2: Dieses Haus würde Bürgern das Recht geben, ohne Begründung ihre Identität zu ändern.
VR3: Dieses Haus glaubt, das Verhalten Putins in der Krimkrise war in Russlands strategischem Interesse.
VR4: Dieses Haus ist ein Bürger einer westlichen, liberalen Demokratie. Dieser lehnt Diskriminierung anhand von Religion, Geschlecht, sexuellen Präferenzen und Ethnie ab. Dieses Haus, als diese Person, würde die Werke von Künstlern (z.B. Malern, Musikern, Regisseuren), die persönlich solche diskriminierenden Positionen vertreten, boykottieren, auch wenn ihr das Werk gefällt.
VR5: Dieses Haus bereut die zunehmende Einordnung menschlichen Verhaltens in Krankheitsbilder.
VR6: Dieses Haus würde es zu einem Teil von Aufklärungskampagnen über Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe machen, Frauen über Risikoverhalten (z.B. Alkoholkonsum, Kleidung) zu informieren.
VR7: Dieses Haus als Europäische Union würde Abwehrmechanismen gegen EU-feindliche Parteien einführen.
VF: Dieses Haus glaubt, liberale Demokratien sollten Informations-Weitergabe an die Weltöffentlichkeit nicht als Landesverrat bewerten.
HF: Dieses Haus würde ehemalige Kolonien, die sich zu “Failed States” entwickelt haben, zwischenzeitlich rekolonialisieren.
F (DaF): Dieses Haus glaubt, dass es für Deutschland an der Zeit ist, mehr militärische Verantwortung in der Welt zu übernehmen.
F: Dieses Haus glaubt, dass die Political Correctness der heutigen Gesellschaft mehr schadet als nutzt.

Über Diversity, Prothesen und Rosa Tütüs – der erste Heidelberger Neckarwiesencup

Die glücklichen Gewinner: Anna Mattes, Sarah Kempf, Lennart Lokstein und Tobias Kube

Am vergangenen Samstag strömten bei sonnigen Wetter Clubs aus ganz Debattierdeutschland nach Heidelberg, genauer: In das Hauptgebäude des Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in exponierter Neckarlage. Der Club und die Cheforganisatorinnen Franziska Städter und Alina Stiller durften sich über das Engagement der Teilnehmer freuen: Das Team der Berlin Debating Union machte sich schon am Freitag um vier Uhr morgens auf den Weg, das Magdeburger Team war nicht nur dem Namen nach „Da trotz langer Anreise“.

Das Turnier wurde von den Chefjuroren Willy Witthaut und Alt-DCHler Sven Hirschfeld, sowie „Tabmistress“ Nine Horn kuratiert. Die Themen der Vorrunden lauteten:

  1. Sollte statt der Frauen- eine Diversity-Quote eingeführt werden?
  2. (Inklusive Factsheet) Sollten Prothesen und Implantate Menschen mit körperlichen Defiziten vorbehalten sein?
  3. Sollen Unternehmen sich in ihren Jahresabschlussberichten für die Arbeitsbedingungen ihrer Zulieferer rechtfertigen müssen?

In diesen drei Vorrunden setzte sich das Team der Streitkultur Berlin , diesmal unter Beteiligung von „Special Guest Star“ Tobias Kube, an die Spitze des Tabs. Den zweiten Platz teilten sich das Mainzer Team „Anton“ und das Team „Hermes“ der Streitkultur Tübingen, das per Losentscheid in das Finale einzog.

Das Finale zum Thema „Sollte der Europäische Gerichtshof auf Antrag des Europäischen Parlaments nationale Gesetze, die europäischen Werten entgegenstehen, für nichtig erklären können?“ schlug einen Bogen von den Grundwerten der EU über die Macht einzelner Nationalstaaten im europäischen Gefüge bis hin zu tanzenden Menschen im rosa Tütü und war hochspannend und durchaus amüsant! Schlussendlich entschied die Streitkultur Berlin aus der Opposition das Finale für sich.

Zum Besten Redner nach den Einzelrednerpunkten wurde Lennart Lokstein gekürt, der mit seiner Schlussrede für Regierung nicht nur die Finaljury für sich gewinnen konnte, sondern auch die Debattiergemeinde.

Den Abschluss des Abends bildete eine WG-Party im Heidelberger Nobelstadtteil Neuenheim, die nach einstimmiger Auffassung den Tag zu einem wunderbaren Ende brachte.

Der Debating Club Heidelberg dankt Nine, Willy und Sven sowie allen Helfern während der Vorbereitung und der Durchführung des Turniers. Ein ganz besonderer Dank gilt Jutta Reh, die die Nutzung der Räumlichkeiten ermöglichte und den Ausrichtern im Vorfeld und während des Turniers stets mit offenem Ohr zur Verfügung stand.

Erfolg auf dem Frischlingscup in Tübingen!

Am Anfang stand das Wort - doch das richtige Wort, oder die richtigen Worte zu finden, ist am Anfang gar nicht so einfach!

Damit die erste Turniererfahrung trotzdem ein motivierender Erfolg sein kann und Debütanten nicht von erfahrenen Rednern pulverisiert werden, gibt es die Anfängerturniere, so zum Beispiel den Frischlingscup in Tübingen.

Der fand dieses Jahr am 10. Mai statt - unter reger Beteiligung des Debating Club! Unsere drei Teams fuhren zwar mit wenig Turniererfahrung, aber umso mehr Vorfreude und Motivation ins Schwabenland.

Nach drei spannenden Vorrunden, die die Debattierer unter anderem zurück in die Schule, in die unendlichen Welten von Computerspielen und zu den perfiden Wirkmechanismen des Terrorismus führten, wurde der Break verkündet:

Zu unserer großen Freude war auch eine Heidelbergerin im Finale dabei, das zwischen Freiburg und Tübingen ausgetragen wurde. Nachdem zwei andere Debattierer das Turnier schon früher verlassen mussten, breakte Nina Bieber als freie Rednerin und konnte so auch ihren Teil zur Frage "Sollten Kindergärten aktiv Geschlechterrollen bekämpfen?" beitragen. Beim abschließenden gemeinsamen Grillen ging der Cup an überglückliche Freiburger, aber auch unsere "Frischlinge" konnten, zufrieden mit guten Tab-Platzierungen und müde von einem spannenden Turnier, guten Gewissens wieder gen Heimat streben.

Hier die Vorrundenthemen im Überblick:

1: Sollen Noten abgeschafft werden?
2: (inkl. Factsheet) Soll E-Sport als gleichwertiger Sport anerkannt, gefördert und gewürdigt werden?
3: Sollte es Medien verboten werden, über Androhungen von Terroranschlägen zu berichten?

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