DAI: Sollte man als Amerikaner Donald Trump wählen?


Tobias Tigges, Pascal Beleiu, Martin Reinhardt (DC Heidelberg) und Sabrina Effenberger und Julius Steen (Rederei)

In der amerikanischen Wahlnacht des 8. November 2016 wurden der Debating Club Heidelberg und die Rederei beim Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg als Redner eingeladen. Das klassische Debattierformat wurde leicht abgewandelt: Statt der freien Reden durfte das Publikum nach dem vierten Redner Fragen stellen.
Das DAI war bis auf den letzten Platz gefüllt. Was uns besonders freute, war, dass das Thema zahlreiche Schüler und Studenten anzog.

Kurz vor der Debatte wurde gelost, welches der Teams das Publikum von Donald Trump überzeugen sollte und welches von Hillary Clinton. Auf der einen Seite stand Hetze gegen Minderheiten und auf der anderen die Frage, ob man als Präsidentschaftskandidatin noch unbeliebter sein könnte.
Der DCH zog die Gewinnerseite: Donald Trump. Im Anschluss ging es auch schon los:

Nach einer etwas verkürzten Vorbereitungszeit erklärte Tobias Tigges als erster Redner dem Publikum, warum es die moralische Pflicht eines jeden Amerikaner sei Donald Trump zu wählen. Trumps Mangel an Qualitäten wurde erst gar nicht in Absprache gestellt, sondern vielmehr bewies der DCH warum genau dieser Mangel ihn zum geeigneten Präsidenten der USA machen würden.

Nachdem besonders viel Pathos von Tobias auf der ersten Position zu hören war, erweiterte Pascal Beleiu die Argumentation mit einer sachlicheren Analyse des Status Quo in Amerika anhand der nicht vorhandenen Perspektive für die wachsende Zahl an Obdachlosen in Metropolregionen wie San Francisco.
Nachdem das Team der Rederei darauf erwiderte, kam es zu der Fragerunde, bei der unter anderem außenpolitische Aspekte in die Debatte eingebracht wurden.

Unser letzter Redner, Martin Reinhardt, führte die von Pascal begonnene Analyse fort und zeigte, wie Trump das politische System in den USA zum Besseren verändern wird. Durch das von ihm gezündete rhetorische Feuerwerk blieben seine Worte im Raum stehen: Als Amerikaner sollte man Donald Trump wählen.

Zwar vertraten wieder Tobias, Pascal noch Martin persönlich die Überzeugung, dass man Donald Trump wählen sollte, doch auf eine eindrucksvolle Weise konnte der DCH zeigen, was den Wert einer differenzierten Debatte ausmacht.
An der Stelle sei angemerkt, dass die Rederei freundlicherweise in der Debatte die von Trump geäußerte Hetze gegenüber Minderheiten sowie Frauen nicht ausgenutzt hat, sondern inhaltlich für Hillary Clinton argumentiert hat.

Wir danken dem DAI Heidelberg für seine Einladung und würden uns sehr freuen bei der nächsten Amerikanischen Präsidentschaftswahl wieder unsere Debattiererfahrung einbringen zu können.

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