Was bieten wir?

Was bieten wir?

Freies Reden und Argumentieren sind Schlüsselqualifikationen, welche jederzeit gefordert werden. Nur werden sie selten gelehrt. Wer Spaß an der freien Rede hat, der kann beim Debating Club Heidelberg e.V. diese Fähigkeiten trainieren.
Was ist das Debattieren?

Was ist das Debattieren?

Das Debattieren ist die Diskussion nach festen Regeln, ähnlich einer Parlamentsdebatte. Bewertet wird vorrangig schlüssige Argumentation und rhetorische Stärke.
Wer sind wir?

Wer sind wir?

Der Debating Club Heidelberg e.V. engagiert sich um den demokratischen Meinungsaustausch zu fördern: Durch wöchentliche DebattenTurniereWorkshops und Show-Debatten für Schüler und Studenten.

Der Debating Club Heidelberg bei den Offenburger Salmengesprächen

Am Montag, den 12. September, war der DCH zu Gast bei den jährlich stattfindenden Salmengesprächen in Offenburg und trat gegen Klartext e.V. aus Halle in einer Showdebatte an. Ein denkwürdiger Rahmen für einen Debattierclub, denn die Salmengespräche erinnern an die Volksversamlung von 1847, in der die „Forderungen des Volkes" aufgestellt wurden, die in 13 Artikeln den ersten demokratischen Verfassungsentwurf in Deutschland darstellten.

Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand insbesondere Artikel 2.: “Wir verlangen Preßfreiheit; das unveräußerliche Recht des menschlichen Geistes, seine Gedanken unverstümmelt mitzuteilen, darf uns nicht länger vorenthalten werden.” Ein Aspekt, der gerade in der heutigen Zeit wieder an Brisanz gewinnt: Wie verhält es sich mit Pressefreiheit in Zeiten des Internets und der sozialen Medien? Wo liegen die Grenzen der freihen Meinungsäußerung? Das waren die Leitfragen des Abends.

Zunächst mahnte Frau Oberbürgermeisterin Edith Schreiner die Wichtigkeit dieser Freiheiten an. Anschließend ergriff Dr. Thomas Fischer, Richter am Bundesgerichtshof und der breiten Öffentlichkeit bekannt als Verfasser der Zeit-Kolummne "Fischer im Recht", das Wort. Er legte den Schwerpunkt seiner Rede insbesondere auf die Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit in unserer Gesellschaft.

Im nächsten Höhepunkt mussten sich nun das Team des DCH (Martin Reinhardt, Samuel Gall, Alexander Hiller) in der Regierung für das Thema “Brauchen wir eine Klarnamenpflicht im Internet?” einsetzen, das zuvor durch eine Abstimmung im Publikum entschieden worden war. Klartext e.V. nahm die Rolle der Opposition ein. Die drei freien Redner setzten sich aus Teilnehmern der Veranstaltung zusammen, bewertetet wurde die Debatte von der ebenfalls aus Halle angereiste, und in der Debattierszene bekannte Jurorin Jule Biefeld.

In der Debatte wurde fulminant über die Abwägung gestritten, ob es besser ist die Diskussionskultur durch Klarnamen zu verbessern und zahlreiche Beleidungen dadurch zu verhinden, oder ob Meinungen, die nur anonym geäußert werden können, durch den Antrag unterdrückt werden. Am Ende hatte das Team aus Halle in einer sehr knappen Entscheidung die Nase vorn, und zur Freude des DCH wurde der Heidelberger Schlussredner Alexander Hiller vom Publikum zum besten Redner der Debatte gewählt.

Es war zusammenfassend ein denkwürdiger Abend ganz im Sinne des Artikel 2 der Forderungen des Volkes. Wir bedanken uns bei der Organisatorin Carmen Lötsch für die Einladung und die freundliche Betreuung!

DCH goes European: Die EUDC in Warschau

Nach 2012 trat der Debating Club Heidelberg erstmals wieder bei der Europäischen Debattiermeisterschaft an. Zu dieser prestigeträchtigen Veranstaltung können alle europäischen Debattiervereine Teilnehmer entsenden, die um den krönenden Titel des Europameisters konkurrieren. Um Nachteile im Sprachniveau auszugleichen, gibt es zwei Kategorien: Während in der offenen Kategorie auch Muttersprachler antreten dürfen, sind in „English as a Second Language“ (ESL) diese nicht zugelassen.

Für den DCH traten Martin Reinhardt und Benedikt Rennekamp als „Heidelberg A“ gegen ungefähr weitere 230 Teams zu neun Vorrunden an. Sie holten bei Themen über Gentrifizierung, Kommerzialisierung des Fußballs oder über einen möglichen Militärputsch in Venezuela 12 Punkte und landeten in der ESL-Kategorie ziemlich genau in der Mitte eines sehr umkämpften Feldes: Insbesondere in größeren Clubs gibt es sogar Ausscheidungsturniere um die begehrten Teilnahmeplätze. Der Erfahrungsgewinn ist dafür umso größer und dieses großartige Turnier wird sicherlich im Gedächtnis bleiben.

Dies lag auch an der hervorragen Ausrichtung: Dieses Jahr fanden die EUDC (European Debating Championships) in der polnischen Hauptstadt Warschau statt: Die Stadt bietet eine interessante Mischung aus (rekonstruierter) Altstadt, sozialistischen Prachtbauten und modernem Geschäftsviertel mit Skyline. Als Highlight wurde das Champions Dinner am letzten Abend in den Marmorhallen von Stalins Kulturpalast ausgerichtet. Dort wurden bei reichhaltigem Buffet die Sieger dieses Redewettstreits geehrt, wie es sich Stalin wohl kaum hätte träumen lassen. In der Kategorie „English as a Second Language“ (ESL) gewann Tel Aviv A, während sich PEP A den Sieg in der offenen Kategorie sicherte.
Auf dem sogenannten EUDC-Council, einer Art Vollversammlung aller teilnehmenden Länder, wurde zudem in einer äußert knappen Entscheidung Schottland / Edinburgh als Ausrichter für das Jahr 2018 bestimmt. Nächstes Jahr wird die Veranstaltung im Herzen des Baltikums in der estnischen Hauptstadt Tallin stattfinden!

Alle Ergebnisse der deutschen Delegation, von der es München A ins Viertelfinale schaffte, und die Themen des Turniers finden sich hier.

Der DCH auf dem Berlin IV

Am Wochende vom 08. – 10. Juli startete der Debating Club Heidelberg mit dem Team Oppening Opposition (Benedikt Rennekamp, Martin Reinhardt) auf dem Berlin IV. Das englische Turnier wird alljährlich von der Berlin Debating Union ausgerichtet und auch dieses Mal schafften es wieder 52 Teams aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien und anderen Ländern in die Hauptstadt an der Spree. Damit setzt der DCH nun den Versuch fort, neben den regulären deutschen auch an einigen internationalen Turnieren teilzunehmen.
Das Team Oppening Opposition (Martin Reinhardt, Benedikt Rennekamp) in Berlin

Es wurden sehr anschauliche Themen gestellt wie „This house believes that, upon her election as President of the United States, Hillary Clinton should aggressively prioritise passing radical gun control legislation” oder aber auch das Finale mit „This house would raise their child to prefer being single”. Das Finale gewann das Team aus Leiden. Der DCH verfehlte mit Platz 28 leider sowohl die goldene Mitte als auch den Break, ist aber um einige Erfahrungen und nette Kontakte reicher. Wir bedanken uns bei den Berlinern für ein schönes Turnier!

Der DCH besucht die SSE Riga Debate Academy

Am Wochenende vom 10.-13. Juni besuchte der Debating Club Heidelberg mit vier Mitgliedern die Riga SSE Debate Academy. Die erfolgreiche Veranstaltungreihe setzt sich nun schon seit einigen Jahren fort und besteht aus zwei Teilen: An den ersten beiden Tagen finden Workshops zu verschiedenen Themen statt und am dritten Tag können die neu erworbenen Fähigkeiten in einem Turnier angewendet werden.
Veranstaltungsräume der Debate Academy

Die Workshops waren von großer Qualität und Quantität: Internationationale Größen wie z.B. Adam Hawksbee (europäischer Meister 2014) oder Michael Shapira (Weltmeister ESL 2011) vermittelten ihr Wissen: Angefangen bei strategischen Fragestellungen in der Debatte wie „Victories from the jaws of defeat: Winning from Closing“ bis hin zu grundlegender inhaltlicher Auseinandersetzung mit Argumenten „ A guide to principled arguments“ oder „Foucault’s Intro to Discourse“. Aufgrund der stets eingebauten Übungen, sowie der Persönlichkeiten der Referenten, waren die Workshops außerdem ungemein unterhaltsam.

Für Unterhaltung sorgte auch das internationale Teilnehmerfeld, viel mehr aber noch das großartige Rahmenprogramm der Ausrichter: Karaokeabend, eine Tour durch ur-lettische Kneipen, nicht ganz ernst gemeinte Showdebatten und mehr ließen definitiv keine Langeweile aufkommen. Im Turnier am dritten Tag trat Heidelberg mit zwei Teams an (Benedikt Rennekamp und Martin Reinhardt sowie Philipp Bender und Pascal Beleiu). Leider schaffte keins der beiden Teams den Break ins Finale, beide waren aber mit Platz 11 respektive 18 aus 53 Teams dennoch sehr zufrieden.

Insgesamt war es ein sehr lehrreiches wie unterhaltsames Wochenende, mit einem ersten Besuch in Riga und vielen neuen Kontakten aus Europa.

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